Jetzt im Spätsommer 2015 ist mir (ich arbeite bei einem Roboterhersteller) zum ersten Mal bewusst geworden, dass humanoide intelligente Roboter langsam tatsächlich in unser Leben treten und dabei neuerdings auch heftig misshandelt werden.
Dieser Prozeß ist noch nicht real im Alltagsleben angekommen, aber schon im Internet präsent, sowohl mit Licht und Schatten. Eine Schattenseite ist tatsächliche, echte menschliche Gewalt gegen intelligente Roboter.
Anfang August 2015 wurde Hitchbot auf seiner Reise durch die USA in Philadelphia („City of Brotherly Love“) zestört. Eine Überwachungskamera zeigt die brutale Gewalt gegen den kleinen niedlich-hilflosen Roboter:
Das Video ist mit großer Wahrscheinlichkeit eine Fälschung, der Übergriff auf Hitchbot ist real. Der Roboter wurde so stark zerstört bzw. sogar geköpft, dass er nicht mehr repariert werden konnte und sollte.
Kaum einen Monat später wird ein anderer japanischer Roboter in einem japanischen Einkaufszentrum von Kindern geärgert, getreten und mit Gegenständen beworfen. Dieser Roboter ist sogar auf die Gewalt vorbereitet und flüchtet sich zu Erwachsenen, um den Kindernhorden zu entkommen:
Sowohl der kanadische Hitchbot als auch der japanische Roboter sind beide wissenschaftliche Experimente zur Untersuchung von menschlicher Gewalt gegen Roboter. Beide Roboter wurden mit voller Absicht potentiell gefährlichen Umgebungen ausgesetzt und irgendwann bahnt sich dann auch die Gewalt ihren Weg. Erschreckend ist in beiden Fällen die erstaunliche Brutalität, die einen sofort Empathie mit den „armen“ Robotern empfinden lässt.
Ganz und gar kein wissenschaftliches Experiment ist der echt arbeitende Serviceroboter Pepper, der von einem betrunkenen, wütenden 60jährigen Kunden in einem japanischen SoftBank-Geschäft getreten und beschädigt wurde. Der Mann wurde festgenommen, Recht so!
Aber so ist es mit neuen Entwicklungen, sie bringen immer Licht und Schatten. Für mich jedenfalls zeigen die Gewaltausbrüche gegen Roboter im Sommer 2015, dass echte mit dem Menschen agierende Roboter nicht mehr Science Fiction sind, sondern schon Realität sind.
P.S. Ich muss mich besser um meine Staubsaugroboter kümmern 😉

